Fünf 10te Klassen bei Podiumsdiskussion: 'Fukushima - und wie weiter' | Drucken |
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Geschrieben von: Thomas Roch   
Freitag, 03. Juni 2011 um 12:30

Am 31.5. waren fünf Klassen des Jahrgangs 10 der Stadtteilschule Walddörfer, begleitet durch die Lehrer H. Sörensen, C. Grosche, J.Schiliing, G. Schreiber, T.Roch, zur Podiumsdiskussion 'Fukushima - und wie weiter' eingeladen. Die NAT-Initiative Hamburg, die sich für die Förderung des Nachwuchses im naturwissenschaftlich-technischen Bereich aktiv einsetzt, hat Schülerinnen und Schüler von Hamburgs Schulen und Vertreter von Vattenfall zu dieser Veranstaltung in die Körberstiftung gebeten.

Das Thema war brandaktuell, hatte die Bundesregierung am Abend vorher den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Herr Pieter Wasmuth, Generalbevollmächtigter für Vattenfall in Hamburg und Norddeutschland, hielt vor den Schülern einen Einführungsvortrag zu den aktuellen politischen Entwicklungen und der Position Vattenfalls dazu. Anschließend entsprang eine lebhafte Diskussion. Die Schüler stellten Fragen, und Herr Wasmuth und seine Mitarbeitern gingen auf sie ein.

Mit auf dem Podium waren auch zwei Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums. Beide vesuchten immer wieder auszuloten, ob denn der Atomausstieg nicht noch schneller als durch die Bundesregierung beschlossen durchzuführen sei.

Vielen Schülern wurde bewußt, dass gegen die Position des - bestimmt bereits gemäßigt auftretenden, aber rhetorisch äußerst geschickten - Pieter Wasmuth nur schwer anzukommen ist.
Ein Schüler meinte am nächsten Tag gar: "Am Ende der Diskussion konnte ich nicht mehr anders, ich musste die Position von Vattenfall einnehmen" (also eine großartige Gelegenheit, die Stärke rhetorischer Fähigkeiten live zu erfahren (Anm. eines Lehrers))

Für die Schüler wurde deutlich, dass der Ausstieg aus der Atomenergie nur durchzuführen ist, wenn es ausreichend Ingenieure gibt, die diesen Wandel vollziehen. Die Politik kann zwar die Weichen stellen und für klare Rahmenbedingungen sorgen, die Betriebswirte der Unternehmen können ein Konzept für die Finanzierung aufstellen, aber wenn niemand effektive Windräder, preisgünstige Sonnenkollektoren oder gangbare Möglichkeiten für die Stromspeicherung entwickelt, ist ein Ausstieg aus der Atomenergie zum Scheitern verurteilt.

Wir rechnen damit, dass in der kommenden Woche unter http://initiative-nat.de/energietechnik/nachrichten/fukushima-und-wie-weiter ein Artikel der NAT-Intiative dazu zu lesen sein wird.

 
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