Projekt - gemeinsames fachübergreifendes Lernen im Klassenverband

Mit dem Fach „Projekt“ schaffen wir an unserer Schule einen Lernraum, in dem Schüler*innen gemeinsam mit ihren Tutor*innen an fachübergreifenden Themen arbeiten, produktiv tätig sein können und auf einer neuen Ebene lernen und wachsen können.


Dabei geht es nicht nur um reinen Wissenserwerb, sondern um das Gestalten, Entscheiden und Anwenden von Inhalten und alltagsnahen Fragestellungen, die über klassische Fächergrenzen hinausgehen. 

Projektunterricht findet regelmäßig mit zwei Blöcken im Stundenplan statt. In Phasen von etwa sechs bis zehn Wochen widmen sich die Schüler*innen intensiv einem Thema, das auf kreative und praxisorientierte Weise bearbeitet wird. Die Lernenden planen, recherchieren, diskutieren, bauen, schreiben, entwerfen und präsentieren – stets mit dem Ziel, ein greifbares, sinnstiftendes Produkt zu entwickeln, wie z.B. eine Ausstellung, ein Kurzfilm, eine digitale Anwendung, ein Rollenspiel oder ein Modell.

Ein zentrales Element ist dabei die enge Zusammenarbeit mit den Tutor*innen. Diese begleiten die Schüler*innen nicht nur fachlich, sondern vor allem auch pädagogisch und persönlich. In einem vertrauten Rahmen kann Beziehungsarbeit gelingen – und genau das wirkt sich spürbar positiv auf die Motivation, das Selbstvertrauen und die soziale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen aus. Tutor*innen werden zu Lernbegleiter*innen, die ihre Gruppe kennen, stärken und durch den gesamten Projektverlauf führen.

Die inhaltliche Vorbereitung der Projekte erfolgt durch Fachkolleg*innen, die die Themen fundiert aufbereiten. Dabei bleibt Raum für individuelle Gestaltung: Tutor*innen wählen, modifizieren und ergänzen die Inhalte so, dass sie zu ihrer Gruppe, zu aktuellen Themen oder persönlichen Stärken passen. So entstehen lebendige, sinnvolle Lernsettings, die sowohl die fachliche Tiefe als auch die Lebenswelt der Schüler*innen berücksichtigen. Unsere Projekte sind größtenteils bewertungsfrei.

 

 


SegeLn an der Stadtteilschule Walddörfer

SegeLn steht für Selbstgesteuertes Lernen und bildet ein Unterrichtsformat, das Schüler*innen dazu befähigt, Inhalte der Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch eigenständig zu erarbeiten, zu vertiefen und anzuwenden.


Im Zentrum steht die Förderung der Selbstverantwortung, individueller Lernwege und der Aufbau von Kompetenzen durch produktorientiertes Arbeiten in eigenem Tempo. Im Fach SegeLn erhalten die Kinder Zielkarten, die ihnen eine klare Orientierung eines Produkts geben, aber gleichzeitig Raum für eigene Entscheidungen lassen. Dabei wählen sie Aufgaben, Materialien und Wege, die zu ihrem Lernen passen. Ob ein mathematisches Rechenprojekt, eine selbst geschriebene Geschichte oder ein englisches Lernplakat – am Ende steht immer ein konkretes Produkt, das den Lernfortschritt sichtbar und greifbar macht. Der Fokus liegt nicht allein auf dem Ergebnis, sondern auch auf dem Weg dorthin: Wie plane ich mein Lernen? Wie gehe ich mit Schwierigkeiten um? Wie organisiere ich meine Zeit?

Die Lehrkräfte begleiten die Kinder als Lernbegleiter*innen: Sie geben gezielte Impulse, stellen Materialien bereit, führen Reflexionsgespräche und unterstützen individuell, wo es nötig ist. Gleichzeitig fördern sie die Selbstständigkeit, indem sie den Kindern zutrauen, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für ihren Lernweg zu übernehmen.